Um sich vom Zauber der märchenhaften Stadt Leipzig fesseln zu lassen, gibt es kaum eine schönere Gelegenheit als zur Adventszeit, wenn der Leipziger Weihnachtsmarkt in der Altstadt seine Pforten öffnet und tausende von Menschen magisch anzieht. Natürlich hat die Stadt im schönen Sachsen noch weitaus mehr zu bieten, doch gerade der Weihnachtsmarkt hinterlässt nach einem Besuch einen starken Eindruck.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt

Schon im 15. Jahrhundert findet der Weihnachtsmarkt seine Ursprünge und wird mittlerweile als einer der größten und zugleich als einer der schönsten Märkte in Deutschland bezeichnet – zu Recht. Gerade wenn die Welt in ein weißes Gewand gehüllt ist, könnte nichts zauberhafter sein, als im romantischen Dunkel des Abends zwischen den hell beleuchteten Buden zu wandeln, den Geruch vom Glühwein und Lebkuchen in der Nase zu haben und sich an den schmucken Auslagen der Büdchen zu erfreuen.

Doch auch die Events rund um den Markt lassen die Herzen vor weihnachtlicher Freude höher schlagen. So sind die Konzerte der Posaunenbläser, die auf dem Balkon des Alten Rathauses Platz nehmen, und das Kulturprogramm, welches auf der Marktbühne vorgeführt wird, ein Fest für die Sinne. Auch für Kinder hält der Markt einige zauberhafte Aktionen bereit:

  • Märchenwald auf der Thomaswiese
  • Wichtel-Werkstadt
  • Weltgrößter freistehender Adventskalender
  • Weihnachtsmannsprechstunde
  • Fahrgeschäfte (wie eine Kindereisenbahn)

Kunst und Kultur in Leipzig

Abseits des Weihnachtsmarktes hat Leipzig natürlich noch viel mehr zu bieten – für mich als Kunstliebhaberin bietet sich ein Ausflug in einige der zahlreichen Museen der Stadt geradezu an. Besonders beeindruckend ist das Museum der bildenden Künste, dessen Anfänge bereits über 150 Jahre zurückliegen – schon 1858 wurde die Kunstgalerie von wichtigen Leipziger Persönlichkeiten gegründet. Mittlerweile sind dort unzählige Werke zu bestaunen – so dass man an einem Tag eigentlich gar nicht Alles anschauen und auf sich wirken lassen kann. Daher sollte man sich vielleicht schon vorab entscheiden, an welchen Sammlungen man ganz besonders interessiert ist und diese gezielt aufsuchen. In meinem Fall waren dies vor allem die Werke von Otto Dix und Claude Monet.

Ein besonderer Geheimtipp ist für mich auch das Naturkundemuseum in Leipzig geworden – hier lassen sich grandiose Ausstellungen zu verschiedenen lehrreichen Themen bewundern. Hervorzuheben sind die Werke von Herman H. ter Meer, dem Erschaffer der in der dritten Etage beheimateten Großtierdermoplastiken. Selten habe ich so detailgetreue Tiermodelle gesehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Reise durch Leipzig ein faszinierendes Erlebnis mit hohem Suchtfaktor war – so dass ich ganz bestimmt noch einmal zurückkehren werde, um erneut über den Weihnachtsmarkt zu flanieren und weitere Museen zu besichtigen. (Foto: Flickr.com @ tinyfroglet)