Reisebericht Kalabrien

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Reisebericht Kalabrien

Im äußersten Süden Italiens gelegen lädt die wunderschöne Landschaft Kalabriens dazu ein, fernab von allem Massentourismus Natur, Menschen und Kultur zu entdecken. Eine Küstenlinie von sagenhaften 780 Kilometern Länge, gepaart mit bis zu 2.267 Meter hohen Gebirgsketten, jahrhundertealten Wäldern, geschützten Buchten und verwunschenen Dörfern, hat mich dazu angespornt, diesen Reisebericht Kalabrien zu schreiben. Ich hoffe, dass mein Bericht wenigstens einen kleinen Einblick in die Naturschönheiten, die dieser Landstrich Europas zu bieten hat, geben kann. Die südlichste Region des italienischen Festlandes verfügt über einen wunderschönen, sehr alten Baumbestand. Die gewundenen Straßen in die Berge hinauf sind von Pinien, Palmen und Kiefern gesäumt und führen durch insgesamt drei Nationalparks, die eingerichtet wurden, um diese seltene Pflanzen- und Tierwelt zu schützen. In den Wäldern leben bis heute Wölfe, Schlangen, Greifvögel, Wildschweine und Wildkatzen.

Die faszinierenden Nationalparks Kalabriens

Insgesamt verfügt Kalabrien über drei Nationalparks: Im südlichen Kalabrien befinden sich der Parco Nazionale della Sila und der Parco Nazionale dell`Aspromonte. Auf den Parco Nazionale del Pollino – den dritten Nationalpark Kalabriens – möchte ich hier etwas genauer eingehen. Im Norden der Region erstreckt sich dieser wunderschöne Park über eine Fläche von 192.565 Hektar und ist damit der größte Nationalpark Italiens und eines der größten Naturschutzgebiete Europas. Beeindruckend sind vor allem die massiven Bergketten mit ihren steilen Felsrücken und kahlen Hängen. Durch die Erosion entstanden im Laufe der Zeit gigantische Schluchten, durch die meistens Flüsse oder Bächen fließen. Dort, wo Wasser fließt, – wenn das Gewässer nicht ausgetrocknet ist – befinden sich grüne Palmenhaine und blühende Büsche. Da es im Sommer weit über 30 Grad warm wird und Regen dann die große Ausnahme ist, wird diese Gegend Kalabriens regelmäßig von Waldbränden heimgesucht, die weite Flächen zerstören. Doch immer wieder sprießt aus der verkohlten schwarzen Erde neues grünes Leben hervor und macht das Landschaftsbild Kalabriens so zu etwas Besonderem.

Geheimnisvolle Höhlen in Kalabrien

Besonders hinweisen möchte ich in meinem Reisebericht Kalabrien auf die vielen sehenswerten Höhlen. Eine davon, die Grotta del Romito, wurde 1961 wiederentdeckt und zeigt auf einem 34 Meter langen Felsüberhang und in der 25 Meter langen Höhle wunderschöne steinzeitliche Felszeichnungen, die zwei Urrinder detailgetreu darstellen. Es ist wirklich interessant, zu sehen, wie selbst in dieser trockenen, zerklüfteten Gegend und dabei nicht weit entfernt vom pulsierenden Leben in hochmoderner Zivilisation uralte Spuren ferner Vorfahren zu finden sind. Jeder, der sich also für Kalabrien auch abseits des Massentourismus interessiert und sich etwas ins Landesinnere bewegt, wird Kalabrien von einer ganz anderen, sehr interessanten, wunderschönen und unvergesslichen Seite erleben. Es ist eine Seite, die mehr als einen Reisebericht Kalabrien verdient hat.

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